Wir kennen ihn alle: unseren ITler, Michael Unger, und haben uns gefragt, was er denn so macht, wenn er nicht gerade den Lehrkräften mit der Technik im Unterricht hilft.
Wie sieht Ihr Arbeitstag aus?
Mein Arbeitstag beginnt morgens gegen 8 Uhr. Dann weiß ich nicht immer direkt, was ich machen muss, aber meistens kommen direkt Lehrkräfte oder Schüler, die mich auf ein Problem hinweisen oder ich bekomme im Büro schon etwas mitgeteilt. Dann wiege ich erst einmal ab, welche am wichtigsten sind und bearbeite diese dann. Mein Arbeitstag endet dann am späten Nachmittag.
Was sind die Aufgabenbereiche, mit denen sie sich befassen?
Generell ist es erstmal alles rund um das Thema IT. Ich bin für die Funktionsfähigkeit der Drucker, PCs und Tablets zuständig, aber ich verwalte auch das Internet, wer es nutzen darf, wer nicht und dass es natürlich auch funktioniert. Ich plane aber auch, ob wir neue digitale Geräte benötigen.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?
Ich mag es anderen Leuten zu helfen und ich finde es toll, von Technik umgeben zu sein. Dementsprechend ist hier schon mein Hobby auch mein Beruf, denn ich mache auch privat sehr viel mit Technik. Hier kann ich mein Hobby verwirklichen.
Welche technischen Probleme nerven denn am meisten an dieser Schule?
Die größten Probleme sind – aber das wissen eigentlich alle – das Internet und die iPads. Daraus resultiert dann, dass der Unterricht schnell mal für die Katz ist und dann gibt es nicht immer eine schnelle Lösung.
Wie viele Stunden verbringen sie pro Woche damit, das Internet zum Laufen zu bringen?
Es gibt keine genaue Zahl, weil es Wochen gibt, da läuft es einfach super. Dann kann es mal sein, dass sich iPad-Updates ziehen und mehrere iPad-Koffer betroffen sind. Bei sowas kann es dann auch mal so zwischen 3 und 4 Stunden dauern.
Was verbirgt sich hinter dem Katzen-Wlan?
Die Lehrer hatten mit den Lehrerendgeräte am Anfang das Problem, dass sie immer wieder aus dem Wlan geflogen sind. Man wusste nicht, was los war. Ich bin dann auf die Idee gekommen, ein eigenes Netzwerk einzurichten. Ich habe zuhause auch Katzen und finde Katzenbilder total toll und niedlich. Deswegen habe ich das Test-Wlan „Katzen-Wlan“ genannt. Danach funktionierten die Lehrerendgeräte. Aber das Katzen-Wlan wird es bald nicht mehr geben , weil nun der Fehler erkannt wurde.
Welche Top 3 Skills würden sie gerne allen beibringen?
Geduld – besonders im Umgang mit Problemen und technischen Störungen. Wissbegierde / Eigeninitiative – der Wille, sich selbstständig mit Technik auseinanderzusetzen, über das oberflächliche Konsumieren hinaus. Logisches Denken bzw. Problemlösungskompetenz– Schüler sollen lernen, systematisch an Probleme heranzugehen: „Was könnte die Ursache sein? Was habe ich schon ausprobiert? Was passiert, wenn ich „XY“ verändere?“ Das hilft ihnen nicht nur in der IT, sondern generell im Umgang mit komplexeren Herausforderungen.
Wie sind sie eigentlich zu diesem Beruf gekommen?
Bevor ich hier an die Schule kam, war ich beim Kaufhaus Stolz zuständig für den Online Shop und baute ihn über 11 Jahre lang auf. Als es dann es den Digital Pakt für Schulen gab, wurde jemand gesucht, der sich um das Internet der Schulen kümmert. Jetzt bin ich nicht nur für eure Schule, sondern auch für die Grundschulen in Burg und in Landkirchen zuständig.
Wie sieht ihr idealer Feierabend aus?
Er ist auf jeden Fall gut, wenn ich am Tag die angefallen Probleme gut lösen konnte, früher Feierabend bekam und Zeit habe, zuhause meinem Hobby nachzukommen.
Was wäre die ideale digitale Schule?
Ich weiß gar nicht, ob zu viel digital immer gut ist. Manchmal finde ich es auch gut, dass es wie in der Grundschule, wo es noch eine Tafel gibt, nicht immer nur digital ist. Unsere Schule ist da weit voraus, insbesondere weil sie einen direkten Ansprechpartner hat im Gegensatz zu anderen, die noch bei Firmen anrufen müssen. Daher sind wir mit unseren digitalen Tafeln, immer mehr iPads eigentlich gut ausgestattet. Ich würde sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, eine digitale Schule zu werden.
Wann übernimmt Martin?
Ich höre zwar immer von ihm, aber persönlich hatte ich noch keine Gelegenheit ihn näher kennenzulernen oder zu sehen. Also wenn du mal später übernehmen möchtest, kannst du dich ja mal melden. Und wenn du dich dafür beruflich interressiert, kannst du sicher mal ein Praktikum hier bei mir machen. Vielleicht arbeiten wir ja mal zusammen und kümmern uns um die IT.
Gibt es noch etwas, das du den Schülerinnen und Schülern mitteilen möchtest?
Mal aus dem Nähkästchen geplaudert: in Zukunft wird es so sein, dass noch mehr iPads dazukommen und dass die Computerräume im Neubau mit neuen Computern ausgestattet werden. Außerdem könnte es ein Schüler-Wlan geben.
Außerdem: Wenn ich mal nicht da bin, dann bin ich wahrscheinlich bei anderen Schulen oder beim Tourismusservice. Ihr könnt mich trotzdem immer erreichen. Vielleicht habt ihr ja auch gewisse Vorstellungen, wie Digital an Schulen aussehen soll. Die könnt ihr mir sehr gerne mitteilen.
Und wenn du das liest, Martin, dann schöne Grüße von mir. Guck gerne mal vorbei. 😉

